Schule soll die unterschiedlichen Begabungen und Neigungen der Schüler berücksichtigen. Daher soll jeder Schüler die für ihn geeignete Schule wählen können, in ihr kann er individuell und bestmöglich gefördert werden.

Gerechtigkeit bei Erziehung und Ausbildung heißt nicht, alle Kinder gleich zu behandeln, sondern jeden optimal nach Veranlagung, Leistungsstand, Interessenslage und Einsatzbereitschaft zu fördern.

Schule hat den Auftrag zu erziehen und Wissen zu vermitteln; beides steht gleichberechtigt nebeneinander. Neben dem reinen Sachwissen sollen vor allem folgende Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausgebildet und vermittelt werden: Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein, Fleiß und Ausdauer; die Fähigkeit, ein gesetztes Ziel längerfristig zu verfolgen, Einsicht in Notwendigkeiten und Sachzwänge, Fähigkeit zum Kompromiss, Einschätzung der eigenen Möglichkeiten, soziales Verhalten, Teamfähigkeit, Kreativität und Musikalität, vernetztes Denken.

Willkommen bei der

TKA Grundschule

Das Schulkonzept

1. Vorwort

Die TKA Grundschule ist eine allgemein bildende Privatschule mit Schwerpunkt der darstellenden und musischen Künste. Sie arbeitet überkonfessionell und ist keiner politischen Richtung zugeordnet. Wir orientieren uns am aktuellen staatlichen Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg. Die TKA Grundschule St. Georgen ist zunächst als vierjährige Grundschule gestartet. Wir beabsichtigen zu gegebener Zeit die Beantragung einer Weiterführung als Werkrealschule bzw. Realschule. Schule ist ein Ort an dem sich viel für unser Leben entscheidet. Wir wollen unsere Kinder daher auf die Herausforderungen der Zeit bestmöglich vorbereiten. Das beinhaltet vor allem, dass ein Kind zukunftsfähig wird, also nicht nur bestmöglich auf den Übergang an die weiterführenden Schulen vorbereitet wird, sondern auch den Anschluss ans Leben, an die Herausforderungen in Familie, Beruf und Gesellschaft leisten kann. Wir sehen Bildung als einen ganzheitlichen Entwicklungsprozess an, der Verstand, Körper und Psyche einbeziehen muss. Bildung kann nicht planmäßig produziert werden, denn es ist kein passiver, sondern ein aktiver, selbsttätiger Prozess. „Intelligentes Schulwissen (Pisa-Studie) wird charakterisiert durch Wissen, welches fürs Leben fit macht und die Fähigkeit trainiert, sich kreativ mit realistischen Problemstellungen auseinander zu setzen. Jedes Kind ist einzigartig auf der Welt, mit seinen Anlagen und Fähigkeiten. Die bestmögliche Förderung seines Entwicklungsweges kann nur eine INDIVIDUELLE sein.
 

2. Warum eine TKA Grundschule in St. Georgen

Ballett ist der Ausdruck vollkommener Schönheit, Eleganz und Grazie. Die TKA Grundschule arbeitet auf der Basis eines Konzeptes, welches so in St. Georgen und auch in der weiteren Umgebung noch nicht existiert. Weitere Freie Schulen die ebenfalls auf der Basis einer künstlerischen oder musischen Ausrichtung arbeiten haben wir beispielsweise in München und Wiesbaden gefunden. Die TKA Grundschule basiert auf den Erfahrungen und dem pädagogischen und fachlichem Wissen der TKA TanzKunstAkademie. Diese ist eine staatlich genehmigte Ausbildungsstätte für Darstellende Künstler. Nach einer dreijährigen Ausbildung wird den erfolgreichen Absolventen das Diplom verliehen. In unserer täglichen Arbeit haben wir dabei immer wieder festgestellt wie wichtig ein Befassen mit künstlerischen und musischen Themen bereits im Kindesalter ist und welche Fortschritte dadurch erzielt werden können. Wir wollen keine Freiheit für Kinder in der Schule um jeden Preis. Eine verantwortungsvolle Schule gibt den Schülern soviel Freiheit wie möglich und soviel Kontrolle wie nötig. Es ist unser unbedingtes Ziel, den Kindern auch nach dem Ende der Grundschule einen reibungslosen Übergang in alle anderen Schularten zu ermöglichen und sie darauf so optimal und schonend wie möglich vorzubereiten.

3. Das Besondere an unserem Konzept

Wir finden es wichtig, dass der Berücksichtigung von Kunst und Kultur in der Schule ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muß. So gehören zu den besten Schulen in Deutschland, die sogar mit den besten Ländern bei der Pisa-Vergleichsuntersuchung konkurrieren können, gerade solche Schulen, in denen Musik, Tanz und Theater eine wichtige Rolle spielen. Hinzuweisen ist hier in erster Linie auf die inzwischen schon berühmte Helene-Lange-Schule, die schon acht Jahre vor dem Pisa-Test ihre erfolgreiche Schularbeit in einem Buch dokumentiert hat. Nicht zuletzt ist auf die erfolgreichen skandinavischen Länder hinzuweisen, bei denen ganz selbstverständlich die Künste in der Schule eine wichtige Rolle spielen. Es gibt viele weitere gute Gründe warum Schulen über eine lebendige Schulkultur verfügen sollten und in den Unterrichtsfächern künstlerische Fächer eine wichtige Rolle spielen sollten. Eine derartige unterstützende Argumentation liefert die Anthropologie. Man kann heute mit guten Gründen behaupten, dass menschliches Leben ohne Kunst kein vollständiges menschliches Leben ist. Im Eingangskapitel der ersten Pisa-Studie bezieht sich der Autor Jürgen Baumert auf die Humboldtschen „Modi der Weltbewegung“ unter denen der ästhetisch-gymnastische Weltzugang eine wichtige Rolle spielt und die in einem Schulcurriculum daher zu berücksichtigen wäre. Die guten Gründe für eine Berücksichtigung von Kunst nicht bloß im menschlichen Leben, sondern auch in einer Schule, die auf menschliches Leben vorbereitet, sind die Argumentationsbasis für die vielleicht wichtigste völkerrechtliche Festlegung über die Rolle von Spiel und Kunst. So heißt es in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, dass Kinder ein Menschenrecht auf Spiel und Kunst haben. Auch bei Befragungen von Kindern und Jugendlichen wird man gute Gründe für eine Berücksichtigung einer künstlerischen Praxis bekommen. Denn unter den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen finden sich immer Musik und Tanz. Es gibt also sehr viele gute Gründe dafür, warum man die Künste und warum man eine kulturelle Praxis als integrale Bestandteile des Schullebens berücksichtigen sollte, selbst wenn man lediglich eine Verbesserung der Pisa-Ergebnisse anstrebt.

4. Was uns wichtig ist

Wir finden es wichtig, dass der Berücksichtigung von Kunst und Kultur in der Schule ein hoher Stellenwert eingeräumt werden muß. So gehören zu den besten Schulen in Deutschland, die sogar mit den besten Ländern bei der Pisa-Vergleichsuntersuchung konkurrieren können, gerade solche Schulen, in denen Musik, Tanz und Theater eine wichtige Rolle spielen. Hinzuweisen ist hier in erster Linie auf die inzwischen schon berühmte Helene-Lange-Schule, die schon acht Jahre vor dem Pisa-Test ihre erfolgreiche Schularbeit in einem Buch dokumentiert hat. Nicht zuletzt ist auf die erfolgreichen skandinavischen Länder hinzuweisen, bei denen ganz selbstverständlich die Künste in der Schule eine wichtige Rolle spielen. Es gibt viele weitere gute Gründe warum Schulen über eine lebendige Schulkultur verfügen sollten und in den Unterrichtsfächern künstlerische Fächer eine wichtige Rolle spielen sollten. Eine derartige unterstützende Argumentation liefert die Anthropologie. Man kann heute mit guten Gründen behaupten, dass menschliches Leben ohne Kunst kein vollständiges menschliches Leben ist. Im Eingangskapitel der ersten Pisa-Studie bezieht sich der Autor Jürgen Baumert auf die Humboldtschen „Modi der Weltbewegung“ unter denen der ästhetisch-gymnastische Weltzugang eine wichtige Rolle spielt und die in einem Schulcurriculum daher zu berücksichtigen wäre. Die guten Gründe für eine Berücksichtigung von Kunst nicht bloß im menschlichen Leben, sondern auch in einer Schule, die auf menschliches Leben vorbereitet, sind die Argumentationsbasis für die vielleicht wichtigste völkerrechtliche Festlegung über die Rolle von Spiel und Kunst. So heißt es in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, dass Kinder ein Menschenrecht auf Spiel und Kunst haben. Auch bei Befragungen von Kindern und Jugendlichen wird man gute Gründe für eine Berücksichtigung einer künstlerischen Praxis bekommen. Denn unter den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen finden sich immer Musik und Tanz. Es gibt also sehr viele gute Gründe dafür, warum man die Künste und warum man eine kulturelle Praxis als integrale Bestandteile des Schullebens berücksichtigen sollte, selbst wenn man lediglich eine Verbesserung der Pisa-Ergebnisse anstrebt.
Eine Aufgabe der TKA Grundschule ist es daher, die Kinder erfahren zu lassen,

- dass Lernen nicht nur in der Schulbank stattfindet, sondern dass es eine Vielzahl von Lernorten gibt – in der Schule und außerhalb der Schule

- dass zu einer umfassenden kulturellen und künstlerischen Ausbildung neben dem Erlernen eines Instrumentes auch das praktische Erfahren von Kunst an Theatern, Museen und sonstigen kulturellen Veranstaltungen gehört

- erfahren zu lassen, dass es unterschiedliche Menschen mit unter-schiedlichen Fähigkeiten gibt, und dass es normal ist, unterschiedliche Interessen zu haben, die verschieden sein können, aber dadurch nicht besser oder schlechter, sinnvoller oder unsinniger sind

- erfahren zu lassen, dass Lernen/Leben ein Prozess ist, der sich entwickelt und wandelt

- erfahren zu lassen, dass Kinder ein Recht auf Selbstbestimmung und ein Recht auf Hilfe bei der Ermöglichung von Selbstbestimmung haben

- erfahren zu lassen, dass jeder Einzelne etwas bewegen, verändern oder verhindern kann

- erfahren zu lassen, dass die sie umgebende Welt eine technische, politische und soziale Welt ist, die sich in ständigem Wandel befindet

- erfahren zu lassen, dass wir als Individuum immer auch Teil einer Gruppe sind

- erfahren zu lassen, dass sich jedes Kind als glücklichen Menschen erfahren kann, aber dass man für das Glück immer auch selbst verantwortlich ist

- erfahren zu lassen, dass man Schwierigkeiten gemeinsam meistern kann (Streitschlichtung, Krisenmanagement)

Die TKA Grundschule gibt den Kindern Hilfestellung und Anregungen um sich fortzuentwickeln und um positiv mit den Herausforderungen von Gesellschaft, Beruf und Leben umgehen zu können. Wir wollen die Kinder dabei unterstützen, die Leitplanken auf beiden Seiten des schulischen Weges zu entdecken und zu respektieren. Dazu gehören für uns insbesondere die Erfüllung des Mindestlehrplanes öffentlicher Grundschulen gemäß dem staatlichen Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg sowie die Orientierung an diesem. Auch bei der Benotung orientieren wir uns von Anfang an am Benotungssystem der öffentlichen Schulen. Die künstlerischen Fächer werden dabei ebenfalls in die Benotung mit einbezogen. Dies bedeutet, dass auch wir in den ersten zwei Grundschuljahren Ziffernnoten durch Entwicklungsberichte ersetzen und erst in der dritten Klasse allmählich mit der Vergabe von Ziffernnoten beginnen. Die TKA Grundschule zeichnet sich gegenüber den staatlichen Grundschulen und anderen Freien Schulen durch folgende Besonderheiten aus, die dort entweder so nicht oder nicht in dieser Kombination zu finden sind.

- Individualunterricht unter Berücksichtigung aller multiplen Intelligenzen

- Lernen und Lehren unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und des individuellen Tempos der Kinder. Dies geschieht u.a. auch durch Einzelunterrichte in den Kernfächern

- Der Schwerpunkt des Lebens und Lernens liegt auf der Förderung des selbstbestimmten und selbstorganisierten Lernens, wobei der Entwicklung und Ausbildung in kulturellen und künstlerischen Bereichen besondere Bedeutung beigemessen wird

- Das besondere Raumkonzept und die Lage TKA Grundschule bietet einen einzigartigen Lern- und Lebensraum um den Schulalltag mit vielfältigen Themen zu bereichern, die über die verbindlichen Lehrplanthemen hinausgehen

- Die Eltern sind intensiv in das Schulleben eingebunden.
 

5.2 Beispiele aus der Praxis

Ein erfolgreiches Beispiel für eine neu gegründete Privatschule mit Schwerpunkt auf der musischen Erziehung ist die Atonschule in München. Diese Schule wird von Prof. em. Dr. Rolf Oerter, Fakultät für Psychologie und Pädagogik, LMU München begleitet. Die Weiterführung der Schule ist vom bayerischen Kultusministerium genehmigt. Die Atonschule betont die musische Förderung als zentralen Aspekt ihres Programms. Die Kinder können schon im ersten Schülerjahrgang mehrstimmige Kanons richtig singen, eine Leistung, die sonst in dieser Altersklasse noch nicht auftritt. Sie erfinden Melodien und Texte und nutzen Ihre Kompositionen für Theaterstücke und Adhoc-Präsentationen. Fast jedes Kind spielt ein Instrument und nutzt sein Können im Schülerorchester. Der Tanz schließlich wird regelmäßig gepflegt, zum einen als Element des Unterrichts, wo der Eindrücke verschiedener Fächer gestaltend aufgreift, zum anderen als Bestandteil von Musik und Theaterspiel. Die Kinder erfinden selbst Tänze und kleiden sich entsprechend der Intention des Tanzes. Sie werden unter fachkundiger Anleitung gefördert und bei ihren eigenen Tanzkreationen beraten. Auch im Bereich von Zeichnen, Malen und Werken sowie in der Förderung von Bewegung und Sport wendet die Atonschule viel Zeit auf. Das schulische Leistungsniveau erfüllt die im Lehrplan geforderten Ziele und liegt insgesamt etwas höher als das der Vergleichspopulation. Das Schulklima zeichnet sich durch Lernfreude, Wissbegier und selbständiges Arbeiten auf der einen Seite und durch fürsorgliches, unterstützendes und agressionsfreies Verhalten der Kinder auf der anderen Seite aus. Für die musische Erziehung steht neben den Lehrerinnen und Lehrern eine Reihe von Experten zur Verfügung. Die Kinder erfahren Anregungen aus unterschiedlichster Perspektive. Sie werden in die besonderen Eigenschaften von Musikinstrumenten eingeführt, lernen die Noten kennen, setzen sich mit dem Rhythmus auseinander und erfahren auch etwas über die physikalischen Schwingungen von Tönen. Musik und Tanz sind in den Alltag wie selbstverständlich eingebettet. Texte und Zahlbeziehungen, wie das Einmaleins, werden auch musikalisch verarbeitet. Neuerdings ist aufgrund vielfältiger positiver Erfahrung das Prinzip des Hereinholens von Experten in den Unterricht in der Diskussion. Die Atonschule praktiziert dieses Prinzip erfolgreich seit Beginn ihres Bestehens. Experten bieten zwei Vorteile: Sie verfügen über die erforderliche Kompetenz und sie wirken für die Kinder authentisch, weil sie beruflich ihr Fach vertreten und außen, „im wirklichen Leben“, ihr Gebiet in der einen oder anderen Form praktizieren. Das Bekanntwerden mit einem größeren Spektrum von kompetenten Erwachsenen vermittelt dem Kind etwas von der Breite unserer Kultur, macht sie neugierig und schafft neue Erfahrungen, die ohne Hinzuziehen von Experten nicht möglich wären. Mit der im Hause befindlichen TKA TanzKunstAkademie St. Georgen verfügen wir exakt über diese Experten als Referenten. Wir werden die dort vorhandenen Ressourcen an Fachpersonal und Materialien auch in den Unterricht an der TKA Grundschule einbringen. Ein weiteres Beispiel ist die bereits oben im Zusammenhang mit den Pisa-Studien erwähnte Helene-Lange-Schule in Wiesbaden. Diese legt den Schwerpunkt der künstlerischen Ausbildung auf theaterpädagogische Ansätze. Die Helene-Lange-Schule (HLS) ist seit der Pisa- Studie so bekannt wie kaum eine andere Schule in Deutschland. Sie wurde herausgestellt als Lichtblick in der kargen schulischen Bildungslandschaft. „Besser als die Sieger“, „Eine Reformschule in Wiesbaden macht fast alles anders als die meisten Lehranstalten - und stößt damit in die internationale Pisa-Spitze vor“ so lauteten einige der zahlreichen Artikel. Seitdem gab Enja Riegel, ehemalige Schulleiterin, viele Interviews und die HLS wurde hoch diskutiert und besucht. Und immer wieder taucht in diesen Diskussionen das Wort Theaterspielen auf. “Unsere Schüler spielen Theater, sie haben damit weit weniger Unterricht als an einer Regelschule aber sie lernen für das Leben“ sagt Enja Riegel in einem Interview, weiter folgert sie: „Ich persönlich finde, dass Theaterspielen das Wichtigste an einer Schule überhaupt ist, weil es ganz viele Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen herausfordert, weil es eines der ernsthaftesten Dinge ist, die man überhaupt machen kann.“ Ist es also wirklich so, dass Theater spielen ‚klug’ macht? Eine Vergleichsstudie wie in der Musikerziehung von Bastian existiert für das Theaterspielen an Schulen leider noch nicht, aber die Erkenntnis, dass theaterspielen viele Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärkt ist unumstritten. Beim Theaterspielen geht es zunächst einmal darum ein Team zu bilden, zusammen und miteinander zu spielen, auch mit den Mitschülerinnen und Mitschülern, die der einzelne Schüler nicht mag oder die ein ganz anderes Leistungsniveau in den allgemeinen Schulfächern haben. Ohne ein gemeinsames Ziel und die Integration aller klappt das Theater spielen nicht. Gerade in unserer Gesellschaft, in der die Debatte von Vereinzelung und Individualisierung ganz aktuell ist, ist ein gemeinsames Erlebnis, in der trotzdem jeder Einzelne für das Gelingen der Sache wichtig ist notwendig. Das hat auch schon die Erlebnispädagogik erkannt und Theater spielen ist hierbei ein gemeinsames Erlebnis. Joachim Reiss (Vorsitzender des Bundesverbandes Darstellendes Spiel (BVDS) und Leiter des Schultheaterstudios Frankfurt (Theaterpädagogisches Zentrum) unterteilt bei den Lernfeldern in das Lernen von Kenntnissen: zum einen die Ästhetische Kenntnis (Kenntnis über die Zeichensysteme des Theaters und die Fähigkeit sie wahrzunehmen, zu beurteilen, zu diskutieren und anzuwenden auf Theatralität im Alltag), die Künstlerische Kenntnis (Gestaltung, Analyse, Formbewusstsein), die individuelle Kenntnis (Wahrnehmung, Kreativität, Persönlichkeitsentwicklung, ganzheitliche Forderung und Förderung aller Sinne, Selbstwahrnehmung, -bewusstsein und –vertrauen, verbale und körpersprachliche Kommunikationsfähigkeit, Experimentierfreude usw.) und schließlich die soziale Kenntnis (Teamfähigkeit, Toleranz, Durchsetzungsvermögen usw.). Für den großen Pädagogen Hartmut von Hentig steht fest: 'Ich traue mir die Einrichtung einer Bildungsansprüche befriedigenden Schule zu, in der es nur zwei Sparten von Tätigkeiten gibt: Theater und Science. Es sind die beiden Grundformen, in denen sich der Mensch die Welt aneignet: subjektive Anverwandlung und objektivierende Feststellung. So wie sich das eine auf alle Verhältnisse erstreckt, die sich versachlichen lassen, so das andere auf alles, was sich vermenschlichen lässt. Beide zusammen können alles umfassen, was Menschen erfahren und wollen, können und wissen.' 'Theaterpädagogik bezeichnet den Grenzbereich zwischen Schauspiel und Pädagogik. In der Theaterpädagogik geht es vor allem darum, den Menschen das Medium Theater/ Schauspiel näher zu vermitteln.' Theaterpädagogik ist jedoch mehr als eine bloße Zusammenfügung aus Elementen der beiden Disziplinen Theater und Pädagogik, denn 'Theaterpädagogik erzieht nicht mittels Theater, sondern will von den Zwängen und Hemmnissen befreien, die sich zwischen uns und unseren Erfindungen, unserer Kreativität stellen'. Genau das ist auch das Konzept der Helene- Lange-Schule. Doch natürlich spielt hier der Aspekt des Lernens auf verschiedenen Ebenen, eine wichtige Rolle. „Auf Anfrage der Schule ist es nun amtlich: Die Testergebnisse liegen weit über den für die HLS erwarteten Leistungen. Denn die Bildungsforscher am Max- Planck-Institut, die in Deutschland die Pisa-Studie koordinieren, haben für jede teilnehmende Schule vorab ein mutmaßliches Ergebnis errechnet, ein Leistungsziel, das sich aus der Schulform, der jeweiligen Schülerschaft und anderen Faktoren ergibt. Die Wiesbadener haben die an sie gerichteten Erwartungen grandios übertroffen. Die Schülerinnen und Schüler sind am Ende der Klasse 9, was ihr Wissen und Können betrifft, um bis zu einem Jahr weiter als sie sein müssten. So schreiben die Berliner Bildungsexperten in einer Analyse für die Schulleitung: 'Der Mittelwert Ihrer Schule liegt bedeutsam über dem Wert, den Schulen mit vergleichbarer Schülerschaft erzielen.' Auch Enja Riegel gibt zu: „Bei den Tests TIMMS46 und PISA haben wir außergewöhnlich gut abgeschnitten. Eigene Überprüfungen bei unseren Schülern zeigen, dass sie sich sehr gut entwickeln. Wir überprüfen ganze Jahrgänge. 90 % unserer Schüler werden auch in den harten Fächern (Englisch usw.) besser.“ Das besondere theaterpädagogische Konzept dieser Schule wird das Gesamtangebot an unserer Schule sinnvoll und erfolgreich ergänzen. Auch hier haben wir über die TKA TanzKunstAkademie Zugriff auf namhafte Fachkräfte um diesen pädagogischen Ansatz sinnvoll umzusetzen.

5.3 Übergänge sanft gestalten

Jedes Kind, das aus einer gewohnten Situation in eine neue Situation wechselt, braucht eine liebevolle Begleitung, die ihm hilft in diese Situation hinein-zuwachsen. Für die TKA Grundschule bedeutet dies, dass wir bereits im Vorfeld den Kontakt mit Kindergarten/Elternhaus suchen und z.B. die Kindergartenkinder in die Schule einladen. Wir wollen bereits im Kindergarten Kontakt mit den Kindern aufnehmen, befreundete Kinder nach Möglichkeit in einer Gruppe zusammenhalten, Spielformen aus dem Kindergarten zunächst mit aufzunehmen und den Eltern die Möglichkeit bieten ihre Kinder zum Teil mit in den Unterricht zu begleiten. Wir möchten den Kindern in unserer Schule die Möglichkeit geben, ihre Lust am Lernen zu bewahren und auf ganz neue Gebiete auszudehnen, von denen sie bis dahin weder im Kindergarten noch zu Hause etwas gehört oder gesehen haben.

5.5 Die achtungsvolle Beziehung als Grundlage des Lernens

Kinder brauchen Pädagoginnen und Pädagogen, die ihnen zum Erfolg verhelfen und die eine Situation schaffen, in der die Kinder in ihren Lernimpulsen von Schule und Umwelt nicht gestört werden. Die Pädagoginnen und Pädagogen nehmen die Kinder gewissermaßen an die Hand

- damit sie mit Freude lernen können und selbst tätig sein dürfen

- damit jedes Kind seinen persönlichen Lernerfolg erfährt und sich die Hoffnung auf Erfolg bewahrt

- damit die Kinder das Schöne und Positive beim Umgang mit der Kunst erleben lernen

- damit jedes Kind lernt, mit Misserfolgen umzugehen, die entsprechenden Situationen zu analysieren und Veränderungen vorzunehmen

- damit Kinder eigenständig und selbstbestimmt lernen dürfen und durch geglückte Leistung und Entwicklung ihrer Fähigkeiten Selbstbewusstsein entwickeln

- damit Kinder Gelerntes, Entdecktes, Erfahrenes als etwas für sich selbst und für andere wertvolles erfahren

- damit der Hunger nach Entdeckung von Neuem, Unbekanntem bestehen bleibt
 

5.6 Die Bedeutung der Gruppe für die Kinder und das Lernen

Selbständigkeit und Solidarität zu lernen und zu üben ist nur im Zusammenleben und Zusammenarbeiten mit anderen möglich. Die Möglichkeit, dass sich beides nebeneinander entwickeln kann, besteht darin, dass die Kinder erfahren, dass sich das Individuum ohne Gegenüber, ohne Gruppe nicht entwickeln, nicht weiterentwickeln kann. Beispiel: Künstlerischer Unterricht Es werden sowohl Einzelunterrichte als auch Gemeinschaftsunterrichte erteilt. Im Einzelunterricht erlernt jedes Kind das Beherrschen eines oder mehrerer Instrumente durch das Vermitteln der individuell notwendigen Kenntnisse durch hochqualifizierte Dozenten der TKA TanzKunstAkademie. Im Gemeinschaftsunterricht wird das Kind an Proben und Aufführungen teilnehmen. Hierdurch lernt das Kind das Positive und Verstärkende der Gruppe kennen und begreift sich als wichtiger Teil des Ganzen.

5.7 Schul- und Unterrichtsklima, Schulhaus und –umgebung

Eine zuverlässige Schüler-Pädagogen Beziehung sehen wir als Grundlage für erfolgreiches Lernen. Persönlich wahrgenommen werden, stärkt das Selbstbild und ein positives Selbstkonzept stärkt den Lernprozess. Eine Atmosphäre der Anerkennung beflügelt das Lernen. Hoffnung auf Erfolg stärkt den Lernwillen, eine zuversichtliche Stimmung fördert kreative Formen des Denkens. Durch ein kooperatives Gruppenklima wächst ein soziales Netz, das den Kindern Sicherheit und mehr Kraft und Zeit gibt, ihren Lerninteressen nachzugehen. In einer Lernumwelt der Achtsamkeit lernen die Kinder besser, weil sie sich als Person akzeptiert fühlen. Das Schulklima soll geprägt sein durch ein Gefühl der Zugehörigkeit, Anerkennung, Fehlerfreundlichkeit, Erfolgszuversicht und Nähe, denn nur in einer solchen Lehrer-Kinder Beziehung können sich die Kinder seelisch und kognitiv positiv entwickeln. Als Schulhaus dient uns zunächst unser Gebäudekomplex. Das Einzigartige an diesen Räumlichkeiten ist das Vorhandensein eines zusätzlichen ca. 100 qm großen Tanz- und Übungsraumes mit allen erforderlichen Einrichtungen wie Spiegel, Ballettstangen und einem speziellen Tanzboden. Weiterhin stehen den Kindern mehrere Schulräume für den normalen Unterricht, sowie spezielle Übungsräume für den künstlerischen Unterricht zur Verfügung. Auch die spezielle Ausstattung an Übungsinstrumenten ist hervorzuheben. Die Schule verfügt über: Konzertflügel, Klavier, Zimmerorgel, Harmonium, Konzertharfe, Kinderharfe, Keyboards, Gitarren, Geige, Flöten, Zitter, Mundharmonika sowie verschiedene Percussionsinstrumente. Das Gebäude liegt am Stadtrand an einer schwach befahrenen Seitenstraße. An das rd. 1.000 qm große Grundstück mit großen Terrassen und Garten grenzt eine Wiese. Nach weiteren 30 Metern beginnt der Wald. Den Kindern steht damit auch eine ideale, kindgerechte Umgebung zum „Erleben“ der Natur zur Verfügung. Sämtliche sozialen Einrichtungen sowie ausreichend Parkplätze sind vorhanden.

5.8 Achtsamkeit im Hinblick auf die ideellen und materiellen Ressourcen

- Wertevermittlung im Umgang mit Mensch, Natur und Dingen des alltäglichen Lebens

- Ethik und Moralvorstellungen klären und vorleben

- Bewusstmachen von Zusammenhängen

- Umwelterziehung und Leben mit und in der Natur

- „Nicht alles ist ersetzbar“, verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen

- Gesellschaftliche Anteilnahme durch z.B. Musik- und Tanzauftritten als Gestaltung von Altennachmittagen, Teilnahme an Vernissagen, Konzerten und Aufführungen
 

6. Lernverständnis

Lernen ist ein sozialer Prozess, der in alltäglichen Situationen geschieht. Die Kinder lernen eine Vielzahl an Arbeits- und Lernformen. Diese sollen sinnvoll angewandt und gegebenenfalls verbessert werden. Ein besonderer Schwerpunkt ist für uns dabei die Einbeziehung der Erkenntnisse aus der Wissenschaft über die Auswirkungen des Trainierens künstlerischer Tätigkeiten im Bezug auf das Lernen. Das heißt konkret: Jedes Kind soll umfassend und ganzheitlich gefördert werden. Dazu braucht jedes Kind sein eigenes Tempo beim Erlernen von Inhalten und beim Entwickeln seiner Fähigkeiten. Jedes Kind soll seine positive Einstellung zum Lernen aufrechterhalten. Jedes Kind bringt unterschiedliche Themen mit in den Schulalltag. Jedes Kind braucht unterschiedliche Angebote und Hilfen, die zur Lösung einer Aufgabe notwendig sind. Die Kinder sollen eigene Lösungswege entwickeln, ausprobieren und anwenden. Hierzu ist es notwendig, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Lerngelegenheiten und Lernangeboten gibt. Für die Praxis heißt das:
Lernformen anbieten und entwickeln, die einen individuellen Zugang zum Lernthema ermöglichen

- Erlerntes sinnvoll anwenden und auf andere Gebiete übertragen

- Teamarbeit und Kooperation fördern

- Begabungen erkennen und fördern

- Stärken und Schwächen erkennen und hinterfragen

- Lernen reflektieren, Gelerntes erklären und darstellen können

- Projekte anbieten, in denen die wissenschaftlich anerkannten Erkenntnisse aus der Förderung von Kindern mit Mitteln der Kunsterziehung Berücksichtigung finden

Auch die Pädagoginnen und Pädagogen verstehen sich als Lernende. Sie entwickeln sich in der Bewältigung des Alltags weiter und sind offen für neue Ideen. Sie nehmen die Kinder als Menschen an, von denen wir Erwachsene auch lernen. Die Pädagoginnen und Pädagogen nehmen an außerschulischen Fortbildungen teil.
 

 
 
 
 

5.1 Wissenschaftliche Basis und Background

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch gezielte Vermittlung von Kunst, Tanz, Gesang und Musik wesentlich effizientere Lernerfolge erzielt werden und dadurch die „konventionellen“ Methoden des Lernens optimal ergänzt werden. Musikwahrnehmung und aktives Musizieren auf hohem Niveau gehören zu den anspruchsvollsten menschlichen Tätigkeiten (Professor Eckart Altenmüller, Hochschule für Musik und Theater Hannover). Musik ist ein gutes Training fürs Denken, denn beide Hirnhälften müssen arbeiten. Musizierende Kinder üben nicht nur das Notenlesen und verbessern ihre Feinmotorik am Instrument, sie schneiden auch bei Gedächtnistests deutlich besser ab (Psychologin Agnes Chan, Universität Hongkong). Wenn musikalisches Training schon sehr früh beginnt, lässt sich zeigen, dass die Hirnrinde selbst sich verändert. Prof. Dr. Hermann Rauhe, Direktor der Musikhochschule Hamburg: „Musiker nutzen ihr Gehirn viel differenzierter und effektiver als ein normaler nichtmusizierender Mensch, denn die ganzen Vorgänge der Tonbildung ob auf Streich- oder Blasinstrument erfordern ein unheimlich schnelles Vorausdenken. Also, das Beste was ein Mensch tun kann, um eine effektive Persönlichkeit zu werden ist, dass er Musik macht“. Wahrnehmung und Wahrnehmungs-Schulung sind für die Förderung von Lernprozessen unabdingbar; besonders in früher Kindheit, jedoch grundsätzlich ein Leben lang. Bewusstes Wahrnehmen ist Grundlage für Lernen. Also bewusstes Hören, bewusstes Fühlen von Akkorden mit den Händen auf der Klaviatur, bewusstes Fühlen von Schwingungen am Körper, bewusstes Nachvollziehen und auch bewusste Antizipation von Melodien. (Dr. Willi Stadelmann, Pädagogische Hochschule Aargau). Wichtige Inspirationen zu diesem besonderen Konzept lieferten uns zahlreiche Beiträge der Landesakademie Ochsenhausen. Als Landesakademie für die musizierende Jugend beschäftigt sich die Landesakademie Ochsenhausen im Besonderen mit den Auswirkungen von Musik, Rhythmik und Sprache auf die Entwicklung des Kindes. Wie hängen Begriffe wie Freiwilligkeit, Schönheit, Bewegung, Emotionen, Übung oder Gruppenarbeit mit der Utopie des Lernens zusammen? In den zahlreichen Veröffentlichungen der Landesakademie fanden wir wichtige Anregungen und Beschreibungen welch hohen Stellenwert Musik und das Erlernen von Musikinstrumenten bzw. die Stimmbildung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat. Hierzu gehören auch die Beiträge von Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer beispielsweise in seinen Büchern „Musiktherapie“ und „Tomaten im Kopf“. Prof. Spitzer beriet den Bundestag als Experte in Bildungsfragen und saß im Gremium der OECD. An der Landesakademie Ochsenhausen hat er etliche Vorträge gehalten. Besonders wichtig für den Lernerfolg ist dabei das individuelle Erleben des Musizierens: „Wissenschaftliche Kriterien für Musik und Musikunterricht werden nicht wirksam, solange sie nicht individuell erfahren werden konnten. Die Schüler müssen in ihrer sozialen Herkunft, ihrem individuellen Erleben, ihrer biographischen Erfahrung und ihren alltagsästhetischen Vorstellungen einbezogen werden“ (aus: Musikpsychologie in der Schule, herausgegeben von der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen). Eine weitere in dem von der Akademie für Lehrerfortbildung Dillingen herausgegebenen Buch führt eine Kieler Studie auf. Einer Studentin fiel auf, dass von ihr betreute leserechtschreibschwache Kinder nicht richtig singen konnten. Die erste, auf der Hand liegende Theorie war, dass Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Singen wohl miteinander verbunden seien. Eine empirische Studie an 184 Kinder in 2. Klassern ergab ein sehr viel genaueres Bild: Man musste unterscheiden zwischen der Fähigkeit, die Tonhöhen eines Liedes richtig zu treffen und der Fähigkeit, ein Lied vollständig zu lernen. ……. Da bei Musik und bei Sprache dieselben Prozesse vor sich zu gehen scheinen, rät Anke Rosbach in einer gerade fertig gestellten Dissertation zu einer Förderung der sprachlichen Entwicklung mit musikalischen Mitteln“ (Rosbach 1995). Dass das Thema Bewegung inzwischen auch als grundlegend wichtig erkannt worden ist, zeigt die Aussage von Frau Beate Keller, Dipl.-Psychologin aus München: „Man nützt Tanz und Bewegung als Medium, um die psychische und körperliche Entwicklung und Integration des Menschen zu fördern. In dem man den eigenen Bewegungsimpulsen folgt, von ganz einfachen Bewegungen oder Alltagsbewegungen angefangen bis hin zur Tanzimprovisation, eröffnet sich ein unmittelbarer und ganzheitlicher Zugang zum eigenen inneren Erleben und eigenen Ausdruck.“. „Über die Bewusstmachung der persönlichen Bewegungssymbolik können unbewusste Anteile der Persönlichkeit erlebt werden, was zu einem besseren Selbstverständnis beiträgt. Das Ziel der Tanzpädagogik und -ausdrucks ist die Re-Integration von Körper, Geist und Psyche“ Dr. Bettina Reiter (Psychotherapie). Ein Bereich der im Unterricht an öffentlichen Schulen aber auch an fast allen freien Schulen überhaupt keine Beachtung findet ist der korrekte Gebrauch von Atem und Stimme. Wie wichtig aber der richtige Umgang damit ist zeigt folgendes Beispiel: Beim einfachen Kopfrechnen erlebt man schon in der Grundschule, dass viele Kinder vor dem Sprechbeginn auffallend nach Luft schnappen. Im Eifer rasch zu antworten, wird bei offenem Mund mit hochgezogenen Schultern Luft hereingerissen. Der Geist muß also die Aufgabe bei voller Brust und mit angehaltenem Atem bewältigen. Aus dem Zustand dieser Klemme heraus wird die Antwort gepresst. Die Lehrerin bzw. der Lehrer sollte aber darauf achten, dass die Schüler während des Nachdenkens den Atem niemals anhalten, sondern durchgehen lassen. Die Antwort sollte ohne ein vorheriges Luftholen gegeben werden. Nur so kommt sie deutlich heraus, ohne Klemmen und Pressen. Gewöhnlich sind es nicht die schwachen Schülerinnen und Schüler, sondern die besonders ehrgeizigen, die zu dem beschriebenen Fehlverhalten neigen. Sie können zwar die gestellte Aufgabe – trotz angehaltenen Atems – schaffen, schwächere Schülerinnen und Schüler hingegen versagen unter solchen Bedingungen. Es liegt also mitunter nicht am fehlenden Können der Schülerin bzw. des Schülers eine Aufgabe nicht lösen zu können, sondern an der falschen Atemtechnik. Es ist mittlerweile geltende Lehrmeinung, dass unökonomisches Sprechen sogar an der Entstehung so genannter vegetativer Störungen wesentlichen Anteil hat. Verbreitete Symptome, wie zum Beispiel Konzentrationsmangel, Nervosität, Abgeschlagenheit, unbestimmte Herzbeschwerden und Kreislaufregulationsstörungen können durch einen unökonomischen Sprachgebrauch wesentlich verursacht werden. Umgekehrt lässt sich durch Sprecherziehung auch das vegetative Nervensystem günstig beeinflussen. Die Schulung der Stimme ermöglicht, dass wir bewusst, ökonomisch und damit zum eigenen Vorteil reagieren. Dies ist auch im Erwachsenenalter durchaus erreichbar, obwohl die Ausdrucksweise in diesem Lebensabschnitt weitgehend eingeschliffen ist. Daher sollte schon im Kindesalter alles getan werden, um die Ausdrucksentwicklung günstig zu beeinflussen. Atem und Stimme formen die Persönlichkeit. Sie zu bilden ist ein Vorgang, mit dem der Mensch reift. Wir wollen die Erkenntnisse im Umgang mit Atem und Stimme an verschiedenen Stellen (z.B. Gesang, Theater, gezielte Atemübungen) mit in unser Unterrichtskonzept mit aufnehmen um auch dadurch eine positive Ausstrahlung auf den Lernprozess und den Lernerfolg zu erreichen. Auch die positiven Aspekte der Malkunst auf die Entwicklung des Kindes sollen bei TKA Grundschule vermittelt und gefördert werden.

 
 
 
 

7. Übersicht über die Organisation des Schulalltags

- Die Schule öffnet um 7.00 Uhr und schließt um 13.00 Uhr.

- Die Schülerinnen und Schüler lernen in jahrgangs-übergreifenden Lerngruppen. Gemeinsame Gruppenunterrichte sowie die Teilnahme am Chorunterricht, Grupppentanzunterrichten, Theatergruppen und Orchesterproben stärken die Gemeinschaft der Kinder untereinander zusätzlich. Kinder erleben, dass es über Altersgrenzen und Geschlecht hinweg Gemeinsamkeiten gibt und auch schwächere Kinder Erfolgserlebnisse erhalten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit Soloteile zu übernehmen und dadurch besondere Leistungen zu erzielen, ohne dass sich die anderen Kinder zurückgesetzt fühlen.

- Zusätzlich bietet eine altersgemischte Gruppe viele Anreize und Möglichkeiten zum sozialen Lernen. Schwächere und stärkere Kinder lernen altersunabhängig miteinander und voneinander. So wird eine bessere Integration des Einzelnen ermöglicht.

- Weiterhin gibt es Tage, an dem die Schule draußen in der Natur oder an einem außerschulischen Lernort stattfindet. Nach Möglichkeit wird hierbei neben dem Vermitteln der Natur auch die besondere künstlerische Ausrichtung der Schule bei der Auswahl der Lernorte berücksichtigt.

- Die Ferienzeiten richten sich nach den baden-württembergischen Schulferien.

- Die Erlernung und den Umgang mit einer anderen als ihrer Muttersprache sollen die Kinder von früh an erlernen. Über Theater, Lieder, Gedichte und Spiele sollen sie mit Englisch als erster Fremdsprache in Kontakt gebracht werden. Eine Fremdsprache erlernt man deutlich besser, wenn man mit Umgangssituationen in der zu erlernenden Sprache konfrontiert wird. Wir werden daher hauptsächlich kleine Theaterstücke auf Englisch benutzen, die in die Thematik des Lehrplanes passen. Durch den Tanzunterricht und die Beschäftigung mit Tänzen erhalten die Kinder darüber hinaus erste Kenntnisse der französischen Sprache.
 

8 Lehrplan/Lernfelder/Inhalte

Die Unterrichtsinhalte der TKA Grundschule St. Georgen orientieren sich am aktuellen Bildungsplan für die Grundschule. Ihm liegt das vernetzte, fächerübergreifende und ganzheitliche, selbst-verantwortete Lernen zugrunde. An unserer Schule wird dies durch das Lernen an, aus und durch Erfahrung erreicht, d.h. alles, was erfahren wurde, soll in größere Zusammenhänge eingeordnet werden, die gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten sollen eingeübt und durch Übertragung auf andere Themen und Gegenstände verallgemeinert werden. Jedes Kind setzt seinem Entwicklungsstand und seinem Interesse entsprechend die Schwerpunkte seiner Arbeit. Die Stunden für die einzelnen Fächer werden auf ein Jahr verteilt und die Lehrplaninhalte auf vier Jahre. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang, dass wir uns bei der Leistungsmessung an die staatlichen Kriterien halten werden.

9. Schulaufnahme/Beiträge

Die Aufnahme der Kinder erfolgt auf Antrag der Eltern. Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Eltern das besondere Konzept dieser Schule unterstützen wollen. Die Finanzierung des Schulbetriebes ist denkbar einfach:

- Es wird ein Schulgeld von 200,- € monatlich pro Schülerin bzw. Schüler erhoben. Das Geschwisterkind wird 180,- € bezahlen.

- Im Schulgeld enthalten sind Einzel- als auch Gruppenunterrichte an einem oder mehreren Instrumenten und im Tanz/Ballett und weiteren Bereichen wie Theater, Gesang und sonstige künstlerische Bereiche

- Weitere Finanzierungsbausteine wie Bürgschaftskredite sowie Elterneinlagen usw. gibt es NICHT

- Die TanzKunstAkademie stellt sowohl die Räumlichkeiten als auch Einrichtung und Ausstattung (z.B. Instrumente) während der Unterrichtszeiten kostenlos zur Verfügung.

- Die TKA TanzKunstAkademie stellt ihre hochqualifizierten, staatlich genehmigten Dozenten für die oben genannten Unterrichtsinhalte zur Verfügung.
 

© 2020 by TKA Grundschule. 

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